Probleme mit den Becken

Das ist jetzt auch mal wieder so ein Thema, wo ich gar nicht recht weiß, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll - eine echte "never-ending-story".

Vordringliche Probleme:

  1. eigentlich bräuchte ich mehr Becken
  2. ich bräuchte größere Becken
  3. ich habe die Becken eigentlich völlig falsch eingerichtet
  4. ich kann nicht in jedes Becken von allen Seiten reinschauen
  5. mit meinem Tetra-Becken bin ich überhaupt nicht zufrieden
  6. was habe ich mir denn da bloß eingeschleppt?

zu 1. Mehr Becken braucht/wünscht der Garnilitis-Infizierte

Du findest, 5 Becken sind doch viel - das muss doch reichen! Dachte ich eigentlich auch. Aber ich dachte ja vorher: 3 Becken sind genug. Und ganz am Anfang dachte ich sogar: 1 Becken reicht mir völlig.

Pustekuchen! Wenn einen die Garnilitis erst mal voll im Griff hat, dann explodieren die Wünsche und Ideen, die man hat und verfolgen will. Und wenn es im Becken gut läuft und sich die Garnelchen so richtig wohlfühlen, dann sorgen sie auch so eifrig für Nachwuchs, dass die Bevölkerung explodiert.

Man kann natürlich zum Mörder mutieren und den Garnelchen-Überschuss an die Fische verfüttern oder die Toilette hinunterspülen. Manche Leute bringen so etwas fertig - ich gehöre da aber definitiv nicht dazu! Okay - Taiwan Bees wird niemand absichtlich ermorden - dazu ist ihr Marktwert viel zu hoch. Zu den Preisen schreibe ich hier nichts, denn erstens gibt es eine enorme Preisspanne auf dem Markt und zweitens werden Taiwan Bees laufend billiger. Angebot und Nachfrage regulieren halt die Preise, die verlangt und bezahlt werden. Momentan kosten sie nur noch einen Bruchteil des Preises, der für die ersten Tiere verlangt wurden, die in Deutschland auftauchten bzw. importiert wurden. Billig sind sie aber absolut nicht - zweistellige Euro-Beträge muss man pro einzelnem Taiwan Bee Garnelchen schon auf den Tisch blättern.

Weil die Tierchen (noch) verhältnismäßig teuer sind, werden sie nicht nur von einschlägigen Shops und von großen namhaften Züchtern verkauft, sondern auch von den vielen privaten Hobby-Züchtern über Kleinanzeigen. Ob ich selbst mich wirklich in Zukunft mal von meinen selbstgezogenen Lieblingen trennen kann und sie in mir unbekannte fremde Hände geben kann gegen schnöden Mammon, das weiß ich einfach noch nicht. Da verschenke ich lieber mal Tiere an Freunde, von denen ich sicher weiß, dass sie großes Fachwissen haben, und dass sie ihnen ein gutes adäquates Zuhause bieten können.

Sicherheitshalber habe ich mal eine Stockliste in meine Homepage eingebaut. Reizvoll ist es schon, sich das kostenintensive Hobby Taiwanerzucht durch Verkäufe von eigenem Nachwuchs zu finanzieren oder zumindest etwas zu verbilligen.

Und da ist natürlich die Sache mit den Wünschen und Ideen...

Ein Wunschgedanke vieler Garnelenhalter ist die Verbesserung der Qualität ihrer Garnelen. Qualität kann vieles heißen und die Ziele, die man sich stecken kann, sind absolut vielfältig. Da geht es um Reinerbigkeit, Stabilität, Robustheit genauso wie um Deckkraft der Farben, Leuchtkraft der Farben, bestimmte Farbschattierungen und natürlich auch Zeichnungsmuster. Ganz zu Schweigen von den Wunschträumen, ganz neu und anders aussehende Schönheiten zu produzieren und dann damit irgendwann nach vielen Generationen gezielter Verpaarungen vielleicht einmal eine neue erbfeste Variante der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Nicht umsonst spricht man bei Garnelenfans von den "Farbwunder(tüten) Taiwan Bees".

Hier zeige ich euch ein paar Beispiele, damit ihr euch besser vorstellen könnt, was ich meine:

Pinto Shrimp von Astrid Weber

Crustahunter stellt weitere schöne Varianten vor

Shrimpzone zeigt, wie unterschiedlich Red Ruby aussehen können

Um an der Qualität der eigenen Zuchtlinien arbeiten zu können, reicht ein Becken allein einfach nicht aus, denn das Zauberwort heißt "Selektion" und ohne gezielte Verpaarungen geht einfach nichts voran.

In Wikibooks steht zum Beispiel Folgendes zum Thema:

"Selektion


Red Fire in einem Selektionsgefäß

Die Selektion ist ein wichtiges, wenn nicht das Hauptthema in der Hochzucht. Für die Selektion sollten mehrere Becken vorhanden sein. Man fängt mit dem Ausgangsbecken an, in dem sich der zu selektierenden Garnelenstamm befindet.
Als erstes sucht man sich die Garnelen heraus, die den eigenen Vorstellungen am besten entsprechen. Dabei hilft es die Garnelen in ein flaches helles Gefäß zu setzen um sie besonders kontrastreich begutachten zu können. Die erwählten Garnelen werden dann in einem anderen Becken zusammengesetzt. Nun verpaaren sich diese selektierten Garnelen miteinander, und man sucht sich aus deren Nachwuchs wieder die herraus, die den Vorstellungen am besten entsprechen. Dabei sollte man sich auf wenige Merkmale, auf die man hin selektiert beschenken, denn will man mit jeder kleinen Auffälligkeit weiter züchten verliert man schnell das ziel aus den Augen und kommt nirgendwo an. Um einen Stamm über mehrere Generationen vital zu erhalten, ist auch darauf zu achten, möglichst große und vitale Tiere zur Zucht zu verwenden. Es ist wenig sinnvoll, mit kleinen, schwachen Tieren weiter zu züchten, seien sie auch noch so gut gefärbt.
Den Vorgang der Selektion wiederholt man immer wieder in jeder neuen Generation, wodurch der Zuchtstamm langsam den Vorstellungen des Züchters immer näher kommt. Da ein ambitionierte Züchte aber seine Ziele immer höher steckt ist die Perfektion ein schier unerreichbares Ziel, denn eigentlich findet man immer etwas, dass man an seinen Tieren noch verbessern kann.

Die häufigsten Kriterien der Auswahl sind:

  • kräftige Farben/Farbdichte
  • Qualität der Zeichnung
  • hoher Weißanteil (speziell bei Bees)
  • besondere Zeichnungsmuster wie Hinomaru, Mosura, Flowerhead, Crown, Maro-Ten (speziell bei Bees)"

Hier der Link zum kompletten Beitrag über die Zucht von Süßwassergarnelen.

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Homepage online

Auf meinen neuen Internetseiten stelle ich mich und mein Hobby vor - die Haltung und Zucht von Zwerggarnelen (insbesondere Taiwan Bees und Red Bees).