Die Mitbewohner/Untermieter meiner Garnelen

Schnecken halten die meisten Garnelenhalter als Mitbewohner in ihren Aquarien - so auch ich. Sie sind nicht nur attraktive zusätzliche Farbtupfer im Becken, sondern auch äußerst nützliche "Arbeitstiere". So halten manche Arten die Scheiben frei von Algen, andere sorgen für Auflockerung und Belüftung des Bodengrundes und alle helfen mit, dass keine überflüssigen Futterreste vergammeln und die Wasserqualität belasten. Meine Schnecken im einzelnen:

Posthornschnecken in rosa und in rot

Posthornschnecken oder auch Posthörnchen, wie sie liebevoll von vielen Aquarianern genannt werden, gibt es in vielen verschiedenen Farbschlägen: neben eher unauffälligem braun auch in rosa, rot, orange oder blau. Ich habe sie vorläufig nur in rosa und in rot, bin aber jetzt schon sicher, dass ich auch blaue in einen meiner Cubes einziehen lassen werde. Google zeigt euch die Farbvarianten, wenn es euch interessiert.

Die Posthornschnecke spielt „Gesundheitspolizei“, das heißt sie ernährt sich von abgestorbenen Pflanzenresten, Aas, Detrius und übriggebliebenem Futter und verhindert so, dass sich Ablagerungen bilden oder Schadstoffe im Wasser gelöst werden. Gesunde Pflanzen frisst sie nicht an.

Turmdeckelschnecken

Turmdeckelschnecken oder abgekürzt TDS gibt es in vielen Varianten. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in Farbe, Form und Größe. Ich habe in meinen beiden Cubes mit höherem Bodengrund die Malaiischen Turmdeckelschnecken (Melanoides Tuberculata)und die genoppten Turmdeckelschnecken (Tarebia Granifera) im unermüdlichen Einsatz. Tagsüber bekomme ich sie selten zu sehen, weil sie im Bodengrund ihre Arbeit verrichten. Aber ab und zu kann ich doch mal eine fotografieren. Hier werden einige der wichtigsten TDS-Arten näher beschrieben.

Rennschnecken

In meinen Becken sind drei Arten unterwegs und halten meine Scheiben algenfrei. Zum einen die Rennschnecke Neritina sp. "Tattoo", die Rennschnecke Orange Track (Vittina semiconica) und die Zebrarennschnecke (Vittina coromandeliana). Da im Süßwasser die Vermehrung dieser Schnecken nicht möglich ist, sind die hübschen Gesellen auch gut für Leute geeignet, die Angst vor einer Schneckenplage durch unkontrollierte Vermehrung haben.

Geweihschnecken

Die schwarz-gelbe Geweihschnecke oder auch Hörnchenschnecke (Clithon corona) ist ein sehr guter Algenfresser - neben den Scheiben weiden meine ganz besonders gerne auch die Wurzeln ab.

Blasenschnecken

Die kleinsten meiner Schnecken mag ich eigentlich am wenigsten, denn sie sind mir noch von meinem Triops-Aquarium her in schlechter Erinnerung. Dort hatten sie sich in so rasanter Art und Weise vermehrt, dass sie echt zur Plage wurden! Im Garnelenaquarium ist das aber anders geworden - hier vermehren sie sich nur langsam und moderat.

Das liegt vor allem an dem viel geringeren Nahrungsangebot, das sie dank meiner sparsamen Fütterung hier vorfinden. Und je nach Lichteinfall können sie ja manchmal auch fast golden glänzen und sind bei genauer Betrachtung auch ganz hübsch gemustert. Also dürfen sie bleiben.

Apfelschnecken

Last but not least wohnen auch zwei rosa-lila Apfelschnecken bei mir. Mit einer Größe von ca. 5 cm sind sie die größten Schnecken und brauchen ganz schön viel Futter. Da sie dadurch auch eine rege Verdauung haben, sind sie eigentlich nicht empfehlenswert für ein Garnelenbecken. Ich finde sie aber hübsch und mag mich nicht von ihnen trennen, daher setze ich sie immer in das am schwächsten mit Garnelen besetzte Becken und hoffe, dass mein häufiger Wasserwechsel schon mit ihren Ausscheidungen klar kommt. Irgendwann kriegen Apfelschnecken wahrscheinlich auch ihr eigenes Becken. Es gibt sie nämlich auch in verschiedenen schönen Farben (siehe Google) und ich hätte gerne zumindest noch gelbe und blaue.

meine Apfelschnecken beim Kampf ums Futter

Homepage online

Auf meinen neuen Internetseiten stelle ich mich und mein Hobby vor - die Haltung und Zucht von Zwerggarnelen (insbesondere Taiwan Bees und Red Bees).